Eigentlich hatten wir gedacht, dass mit dem Abbau der Hanauer Nuklearbetriebe und dem Abtransport der letzten plutoniumhaltigen Brennelemente (aus dem Hanauer Plutoniumbunker nach Frankreich im Jahr 2005) die Atomgeschichte Hanaus bald zu Ende gehen werde.
Noch zwei Altlasten waren übriggeblieben: Einmal die in Container lagernde inzwischen über 13 Jahre alte Mox-Fabrik der Firma Siemens und dann die Lager der Nuclear Cargo Services (NCS). Der vom Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder geplante Verkauf der Mox-Anlage nach China konnte aufgrund der zahlreichen Proteste aus der Anti-Atombewegung und der Grünen glücklicher Weise verhindert werden.
Doch jetzt - in den Jahren 2006/2007/2008/2009 - gibt es neuen Ärger mit der Bahntochter NCS, die beabsichtigt, ein weiteres nukleares Abfalllager für schwach- und mittelaktive radioaktive Abfälle in dem von Nukem errichteten Neubau Nukem 2 zu errichten. Im Nukem-Neubau sollen nach dem Willen der NCS jetzt erneut Nukem-Abfälle und Abfälle aus Atomkraftwerken für eine unbestimmte Zeit zwischengelagert werden.
Gegen diese weitere Lagerung richtet sich unser Protest. Wir hoffen, dass Sie mit vielen HanauerInnen und weiteren Teilen der Bevölkerung aus der Umgebung diesen Widerstrand unterstützen wollen. Wie dies geschehen soll, dazu auf den weiteren Seiten mehr!
Machen Sie mit beim Protest gegen ein weiteres Atomülllager in Hanau!
Veranstaltung:
20:00 Uhr Olof-Palme-Haus Aktivisten aus Gorleben berichten
Atomkraft – Nein Danke!
Atomausstieg sofort!
Kein Atommülllager in Gorleben!
Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg zu Besuch in Hanau.
Die Bürgerinitiative Lüchow-Dannenberg, die seit Jahren gegen die
Errichtung eines Endlagers für hochradioaktiven Atommüll im Salzstock
bei Gorleben kämpft, befindet sich derzeit auf einer vierwöchigen
Antiatom-Bustour durch die Bundesrepublik.
Zwischenstationen sind u.a.
die Atomstandorte Grafenrheinfeld, Ohu, Gundremmingen, Ahaus, Gronau,
Philippsburg und Biblis.
Am Donnerstag, dem 23. Juli macht der Aktionsbus in Hanau Station.
bei unserem letzten Treffen am 24.6.09 ging es um Einzelheiten für den Besuch der Antiatom-Bustour am 23.7.09 in Hanau. Leider sind sehr viele von Euch an diesem Termin nicht in Hanau, so dass wir mit nur einer kleinen Mannschaft die Gäste empfangen können. Dennoch bitte ich, dass Ihr trotzdem moblílsiert, so gut Ihr könnt.
Unser nächstes Treffen findet statt:
am Montag, dem 13.7.09
um 18 Uhr
im Martin-Luther-Haus, Körnerstraße 19
vor allem werden wir noch Einzelheiten für den 23.7.09 besprechen.
Pressemitteilung von Montag, 25. Mai 2009
Stadt Hanau
Bundesverwaltungsgericht entscheidet gegen NCS
OB Kaminsky sehr erfreut über Ende des juristischen Tauziehens
Eine weitere Niederlage hat die Firma Nuclear + Cargo Services (NCS) in ihrem Ringen um ein drittes atomares Zwischenlager auf dem Betriebsgelände in Wolfgang hinnehmen müssen. "Auch der Versuch, die Zulassung der Revision beim Bundesverwaltungsgericht durchzusetzen und auf diesem Wege doch noch die Chance auf eine Baugenehmigung zu behalten, ist klar gescheitert." Dabei zeigte Oberbürgermeister Claus Kaminsky am Montag in der Magistratspressekonferenz ganz offen seine Freude über das für die Brüder-Grimm-Stadt so vorteilhafte Ende des juristischen Tauziehens. "Der positive Imagewandel, der uns nach dem Ausstieg aus der Plutoniumwirtschaft gelungen ist, kann unverändert weitergehen."
Große Erleichterung bei den Aktivisten des Bündnisses gegen das Atommülllager Hanau
Mit großer Erleichterung hat das Bündnis gegen das Atommülllager die Entscheidung des Verwaltungsgerichtshofs in Kassel, der die Klage der NCS gegen die Stadt Hanau abgewiesen hat, zur Kenntnis genommen. Mit der Entscheidung, dass NCS kein weiteres Atommülllager in Hanau errichten darf, sei ein richtungsweisender Beschluss vom Gericht gefällt worden.
Endlich könnten die Hanauerinnen und Hanauer aufatmen. Die fast unendliche Atomgeschichte Hanaus gehe einem absehbaren Ende entgegen. Besonders zu würdigen sei die Auffassung des Gerichts, dass die von der Stadt Hanau am 15.Dezember 2008 beschlossene Veränderungssperre tatsächlich auf einer gesicherten und ausführlich vorgetragenen Planung beruhe und nicht als unzulässige Verhinderung zu betrachten sei. Das Gericht betonte in seiner mündlichen Begründung, es sei eine deutliche Planungsabsicht seitens der Stadt Hanau für dieses „in Konversion sich befindliche Industriegebiet“ gegeben. Außerdem lägen konkrete Planungsziele vor, die eine Veränderungssperre gerechtfertigt hätten. Diese Planung sei prinzipiell „verwirklichungsfähig“. Ein qualifizierter Bebauungsplan ersetze jetzt eine frühere einfache Planung.
Bündnis übergibt 7.406 Unterschriften gegen das Atommülllager
Mit der Übergabe von 7.406 Unterschriften brachte eine 12-köpfige Delegation am Dienstag, dem 17. Oktober im Hessischen Umweltministerium den gesammelten Protest der Bevölkerung aus Hanau und Umgebung gegen das von der Firma NCS geplante Atommülllager für schwach- und mittelaktive Abfälle in Hanau-Wolfgang zum Ausdruck.
Als sichtbares Zeichen des Widerstands wurden zwei gelbe Atommüllfässer und Plakate mit dem Aufdruck „Kein Atommülllager in Hanau“ im Foyer des Umweltministeriums aufgebaut. Angeführt wurden die Vertreter und Vertreterinnen des Bündnisses gegen das Atommülllager Hanau vom Erstunterzeichner der Kampagne, dem Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky.